Pressemitteilung 22.06.2016

Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin startet zum neuen Schuljahr

Arabisch und Türkisch als Begegnungssprachen – Noch Plätze frei 

  

Berlin, 21. Juni –Die Berliner Schullandschaft wird vielfältiger: Nach den Sommerferien nimmt die Freie Interkulturelle Waldorfschule den Unterricht auf. Die neu gegründete Schule in Niederschöneweide (Bezirk Treptow-Köpenick) will Kinder verschiedenster Kulturkreise, Religionen und sozialer Schichten zusammenbringen. “Wir wollen gezielt daran arbeiten, nationale, religiöse und sonstige Vorurteile zu überwinden”, sagt Geschäftsführer Johannes Mosmann. 

 

Schon ab der ersten Klasse steht für jedes Kind Türkisch, Arabisch oder eine andere in der Klasse vertretene Sprache auf dem Stundenplan. “Im Fach Begegnungssprache nehmen die Kinder teil an der Muttersprache ihrer Mitschüler”, erklärt Mosmann. “Dadurch kann sich auch ein deutschsprachiges Kind besser in Kinder mit anderer Muttersprache hineinfühlen.”

 

In einem grünen Hinterhof an der Schnellerstraße arbeiten Handwerker mit Hochdruck daran, bis Schuljahresbeginn einen Bau aus der 80er-Jahren in ein freundliches Schul- und Hortgebäude zu verwandeln. Dann startet die Interkulturelle Waldorfschule mit einer ersten und einer jahrgangsübergreifenden zweiten und dritten Klasse. Noch sind in beiden Klassen Plätze frei.

 

Die Initiative zur Gründung einer Interkulturellen Waldorfschule Berlin entstand 2010. Pädagogisch beraten wird das Gründungsteam von Christoph Doll, der die deutschlandweit erste Interkulturelle Waldorfschule in Mannheim mit aufgebaut hat.Mit interkulturellen Waldorfschulen wolle die durch Rudolf Steiner begründete Pädagogik eines der drängendsten gesellschaftlichen Probleme aufgreifen, sagt Doll: die fehlenden Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund.

 

Ohne Notendruck oder Sitzenbleiben soll an der Interkulturellen Waldorfschule jedes Kind in seinen individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Angestrebt ist ein Gleichgewicht zwischen einkommensschwachen und einkommensstarken Haushalten sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Die verschiedenen Traditionen und religiösen Feste werden in den Schulalltag einbezogen, so dass jeder vertretene Kulturkreis nicht nur toleriert, sondern von allen wahrgenommen und wertgeschätzt wird. 

 

Ansprechpartner für Presseanfragen

Johannes Mosmann (Geschäftsführer): 030/23942606

Fridtjof Meyer-Radkau (Schulsozialarbeit): 030/23942606

berlin@interkulturellewaldorfschule.org

 

Infoabend 

Dienstag, 28. Juni 2016 um 20.00 Uhr am Schulstandort

Schnellerstraße 1-5 im Vorderhaus
12439 Berlin

Website: http://berlin.interkulturellewaldorfschule.org und bei Facebook.