interkulturelle Waldorfschule Berlin

Pressemitteilung 25. Mai 2018 - Bezirksbürgermeister begrüßt Interkulturelle Waldorfschule in Treptow-Köpenick


Die fulminante Feier am 25. Mai wurde von Christoph Doll eröffnet. "In der Pädagogik geht es darum, Beziehungen zur Welt, zu seinen Mitmenschen und zu sich selber zu entwickeln", so der Lehrerausbilder vom Berliner Seminar für Waldorfpädagogik in seiner Eröffnungsrede. „Vorurteile haben alle irgendwo“. Dem könne nur eine Pädagogik entgegenwirken, die „Mut zum Interesse“ mache. Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) war sichtlich angetan und bemerkte, dass Doll kein einziges Mal von "Wissen" gesprochen habe - obwohl an der Schule mit Sicherheit auch Wissen entstehen würde. Die neue Schule im Bezirk, so Igel, sei ein wichtiger Beitrag, das „Nebeneinander“ der Kulturen in ein „Miteinander“ zu verwandeln.

 

Tosenden Beifall ernteten dann die Schülerinnen und Schüler für ihre Kostproben aus den „Begegnungssprachen“ Türkisch, Spanisch und Arabisch - eine von vielen Besonderheiten im pädagogischen Konzept dieser Waldorfschule. Da sie auf Grund der in Berlin besonders langen „Wartefrist“ 5 Jahre keinerlei öffentliche Mittel erhält, ist die Schule auf Spenden und Kredite angewiesen. Unterstützt wird sie dabei von der GLS-Bank. „Beim Thema Geld denken viele erstmal, dass sie mehr davon bräuchten“, so Regionalleiter Werner Landwehr. Viele hätten jedoch auch das umgekehrte Problem: sie möchten ihr Geld mit Hilfe der „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“ in sinnvolle Projekte investieren. „Deshalb sind wir bei der Bank froh über diese großartige Initiative.“

 

Gleichwohl muss auch die Interkulturelle Waldorfschule die Unterfinanzierung durch Schulgelder auffangen. Um dennoch für alle Schichten offen zu sein, bilden die Eltern eine Solidargemeinschaft - wer mehr hat, gibt mehr, damit andere weniger geben können. Für die Feier hatten die Eltern sogar eigenhändig ein Zirkuszelt im Schulhof errichtet und ein reichhaltiges Buffet zubereitet, und einige Mütter und Väter beeindruckten die Gäste mit musikalischen und künstlerischen Darbietungen.

 

„Interkulturell“ in dem Sinn, dass die Menschen aus der ganzen Welt kommen, seien in Berlin fast alle Schulen, bemerkte Hans Georg Hutzel, Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen. Das Besondere der Freien Interkulturelle Waldorfschule sei jedoch, dass sie in der so gelebten Gemeinschaft von Schulkollegium und Eltern die Voraussetzungen dafür schaffe, neue pädagogische Antworten auf die Herausforderung einer Einwanderungsgesellschaft zu entwickeln.

 
Kontakt:
Johannes Mosmann
030/23942606
sekretariat@ikws.de
Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin
Schnellerstr. 1-5
12439 Berlin
 

Pressemitteilung 22.06.2016

Freie Interkulturelle Waldorfschule Berlin startet zum neuen Schuljahr

Arabisch und Türkisch als Begegnungssprachen – Noch Plätze frei 

  

Berlin, 21. Juni –Die Berliner Schullandschaft wird vielfältiger: Nach den Sommerferien nimmt die Freie Interkulturelle Waldorfschule den Unterricht auf. Die neu gegründete Schule in Niederschöneweide (Bezirk Treptow-Köpenick) will Kinder verschiedenster Kulturkreise, Religionen und sozialer Schichten zusammenbringen. “Wir wollen gezielt daran arbeiten, nationale, religiöse und sonstige Vorurteile zu überwinden”, sagt Geschäftsführer Johannes Mosmann. 

 

Schon ab der ersten Klasse steht für jedes Kind Türkisch, Arabisch oder eine andere in der Klasse vertretene Sprache auf dem Stundenplan. “Im Fach Begegnungssprache nehmen die Kinder teil an der Muttersprache ihrer Mitschüler”, erklärt Mosmann. “Dadurch kann sich auch ein deutschsprachiges Kind besser in Kinder mit anderer Muttersprache hineinfühlen.”

 

In einem grünen Hinterhof an der Schnellerstraße arbeiten Handwerker mit Hochdruck daran, bis Schuljahresbeginn einen Bau aus der 80er-Jahren in ein freundliches Schul- und Hortgebäude zu verwandeln. Dann startet die Interkulturelle Waldorfschule mit einer ersten und einer jahrgangsübergreifenden zweiten und dritten Klasse. Noch sind in beiden Klassen Plätze frei.

 

Die Initiative zur Gründung einer Interkulturellen Waldorfschule Berlin entstand 2010. Pädagogisch beraten wird das Gründungsteam von Christoph Doll, der die deutschlandweit erste Interkulturelle Waldorfschule in Mannheim mit aufgebaut hat.Mit interkulturellen Waldorfschulen wolle die durch Rudolf Steiner begründete Pädagogik eines der drängendsten gesellschaftlichen Probleme aufgreifen, sagt Doll: die fehlenden Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund.

 

Ohne Notendruck oder Sitzenbleiben soll an der Interkulturellen Waldorfschule jedes Kind in seinen individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Angestrebt ist ein Gleichgewicht zwischen einkommensschwachen und einkommensstarken Haushalten sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Die verschiedenen Traditionen und religiösen Feste werden in den Schulalltag einbezogen, so dass jeder vertretene Kulturkreis nicht nur toleriert, sondern von allen wahrgenommen und wertgeschätzt wird. 

 

Ansprechpartner für Presseanfragen

Johannes Mosmann (Geschäftsführer): 030/23942606

Fridtjof Meyer-Radkau (Schulsozialarbeit): 030/23942606

berlin@interkulturellewaldorfschule.org

 

Infoabend 

Dienstag, 28. Juni 2016 um 20.00 Uhr am Schulstandort

Schnellerstraße 1-5 im Vorderhaus
12439 Berlin

Website: http://berlin.interkulturellewaldorfschule.org und bei Facebook.

 

 

Presseimitteilung 1.9.2015

Zum Schuljahrs 2016 /2017 soll nun auch in Berlin (Schnellerstr.1, 12439 Berlin) eine Interkulturelle Waldorfschule eröffnet werden.

 

Ob deutsch, türkisch, arabisch oder welcher „Hintergrund“ auch immer – in der Freien Interkulturellen Waldorfschule Berlin soll jeder vertretene Kulturkreis nicht nur toleriert, sondern von den Angehörigen anderer Kulturkreise wahrgenommen, erkannt und wertgeschätzt werden. Die Schule heißt die jeweilige Muttersprache des Kindes ausdrücklich willkommen, und bezieht unterschiedliche Traditionen, Musik und religiöse Feste in den Schulalltag mit ein. Vormerkungen für einen Schulplatz werden jetzt entgegengenommen:

 

anmeldungen@interkulturellewaldorfschule.org

 

Ohne Notendruck oder Sitzenbleiben soll hier jedes Kind in seinen individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Angestrebt ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kindern von Zuwanderern und deutschstämmigen Kindern, sowie ein Gleichgewicht zwischen einkommensschwachen und einkommensstarken Haushalten. Die Pädagogen arbeiten gezielt auf eine Überwindung nationaler, religiöser oder sonstiger Vorurteile hin. Dazu gehört das Fach „Begegnungssprache“, die bewusste Einbindung und Reflexion der jeweiligen Religionszugehörigkeit, die Verwendung beispielhafter Literatur und vieles mehr. 

 

(Download als PDF)

 

Kontakt:

Julie Dibbern / Katrin Bokermann
Mobil: 0159 / 03623797
Mail:
berlin@interkulturellewaldorfschule.org

Web: http://berlin.interkulturellewaldorfschule.org