interkulturelle Waldorfschule Berlin

Methodisches in Klasse 5 – 6

Das Kind befindet sich nun zwischen Pubertät und Kindheit. Eine Phase innerer Harmonie beginnt. Die Geschichtsschreibung über Alte Kulturen z.B. kann an die Heimatländer der Eltern von Kindern anknüpfen. Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer begeben sich die Kinder auf Spurensuche: Alexander der Große, die Odyssee und anderes ermöglichen Begegnungen mit verschiedenen Bewusstseinszuständen. Es entsteht eine Empfindung für die sich durch verschiedene Zustände doch als ganzes entwickelnde Menschheit, des inneren Zusammenhangs der Völker und Kulturen. Gegenwärtige Entwicklungen können berücksichtigt werden.


Für die 5. Klasse rückt das Thema der Pflege des sozialen Miteinanders in den Vordergrund. Jetzt haben die Kinder sich neu positioniert, jetzt muss sich die Klasse neu finden. Kann man schon Verantwortung für jüngere Schülerinnen und Schüler übergeben? Wenn, dann muss das alles sehr gut vom Klassenlehrer mitbetreut werden. Entscheidend ist, dass der praktische Bereich in der fünften Klasse an Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit gewinnt. Das heißt auch, dass Arbeiten über die „üblichen“ Tätigkeiten im Werkunterricht hinaus gefunden werden sollten. Die Sinnhaftigkeit der Arbeit darf jetzt zum Erlebnis werden.


Um das 6. Schuljahr kommen die Kinder in die Pubertät. Die Zersplitterung der Gruppe nach denGeschlechtern kann ein Übungsfeld werden, auch für die Frage der Völkerverständigung. Errungenschaften aus allen Kulturkreisen und ihre Bedeutung für das moderne Leben werden besprochen (z.B. Papiererfindung in China). Erfahrungsgemäß können nun „schwarze Löcher“ in der Begriffsbildung in der jeweiligen Muttersprache auftreten. In Zusammenarbeit mit den Eltern können aber Wege gefunden werden, wie das Niveau der jeweilige Muttersprache mit der Entwicklung der deutschen Sprache Schritt hält.